Vor 14 Wochen musste ich mein linkes Knie am Meniskus operieren. Ich absolvierte während diesem Zeitpunkt die Spitzensport RS in Magglingen. In einem der ersten Trainings im Kraftraum im Frühling gab es einen heftigen Knack im Knie. Danach konnte ich mein Bein nicht mehr ganz durchstrecken und es schmerze in jedem Sprungkrafttraining bei Sprungformen.

Ich ging wenige Tage später zur Ärztin in Magglingen. Sie verwies mich in die Hirslanden Klinik in Biel für ein MRI. Leider durfte ich in diesem Zeitraum nicht mehr trainieren und hatte direkt Zeit für die Untersuchung. Wenige Stunden später hatte ich eine Besprechung mir Dr. Bachmann in der Hirslanden Klinik in Biel. Der Fall war klar, der Meniskus war komplett angerissen, zudem löste sich ein Teil vom Meniskus ab und quetschte sich unter die Kniescheibe, was mir die komplette Streckung verunmöglichte.

Am 12. Mai 2021 operierte ich dann mein linkes Knie. Die Operation verlief nach Plan und ich durfte danach eine Woche zu Hause bleiben und mich auskurieren. Danach rückte ich wieder mit Krücken nach Magglingen ein. Tägliche Physiotherapie half mir über die gesamte Reha-Zeit für eine perfekte Genesung. Nach 4 Wochen konnte ich dann die Krücken wieder bei Seite legen. Anfangs musste ich wirklich wieder lernen laufen. Die ersten Velotrainings durfte ich dann kurz darauf auch wieder starten. Zu beginn haben mir einbeinige Stabilisationsübungen sehr viel Mühe und auch Schmerz bereitet.

Während der gesamten Reha Zeit in Magglingen investierte ich sehr viel Zeit in Rumpfkraft und Grundlagenausdauertraining. Die letzten viel Wochen der RS konnte ich dann das Training wieder voll hochfahren und trainierte bis zu 27 Stunden im Kraftraum und in der Natur.

Am 20. August 2021 beendete ich dann die Zeit in der Sport RS in Magglingen. Dank dieser sehr hilfreichen Zeit und grosszügigen Unterstützung der Schweizer Armee, ist es mir möglich, positiv auf die kommende Wintersaison zu blicken.

Am 24. August fuhr ich auf den Einsiedler Schanzen den Auslauf hinunter und machte Übungen, um das Gefühl für mein Material wieder zu erlangen.

Heute 26. August 2021 absolvierte ich die ersten Sprünge. Ein Sprung auf der 50-Meter Schanze und dann noch fünf Sprünge auf der 70 Meter Schanze. Bereits nach zwei Sprüngen hatte ich wieder ein sehr gutes Gefühl fürs Skispringen. Wirklich erstaunt war ich, wie schnell ich wieder auf ein gutes Sprung Niveau zurückgekehrt bin.

Nächste Woche geht es auf Trainingskurs in Planica und ich wie immer, alles geben, um meine Sprungqualitäten und physischen Werte zu verbessern.

Sportliche Grüsse

Dominik

Am 11.02.2021 sprang ich in Lahti bei der Junioren-WM zur Bronzenmedaille!! Dieser Moment wird für mich immer in Erinnerung bleiben. Nach dem ersten Sprung lag ich sogar in Führung. Im zweiten Sprung war dann leider die Landung nicht mehr ganz so sauber und ich verpasste die Goldmedaille nur knapp. Dennoch war es für mich der geilste Moment meiner noch jungen Karriere! Und glasklar ist für mich, es lohnt sich weiter hart und diszipliniert an mir zu arbeiten, um auch bei der Elite-WM in einigen Jahren die Medaillen angreifen zu können.

Bereits am Wochenende zuvor erreichte ich in Lahti beim FIS-Cup die Ränge 1. und 2. Nebenbei mussten wir für unseren 7-tägigen Aufenthalt in Finnland 4 Corona-Tests absolvieren, welche glücklicherweise alle negativ waren. 😉

Weiter geht es für mich beim Weltcup in Rasnov (Rumänien) und bei der Elite WM in Oberstdorf. Auch dort will ich meine gute Form unter Beweis stellen und coole Sprünge zeigen.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüssen…

Dominik

In Wisla begann die Weltcup-Saison 2020/2021. Ich konnte mit soliden und stabilen Sprüngen mein Selbstvertrauen weiter ausbauen. In der Qualifikation erreichte ich den 27. Rang. Im Teamwettkampf erreichte das Schweizer-Team mit Deschwanden, Ammann und Hauswirth den 8. Rang. Im Einzelwettkampf am Sonntag war es sehr windig und daher wechselhaft von den Bedingungen. Als 36. verpasste ich die Weltcuppunkte der Top 30 nur knapp.

Eine Woche später ging es nach Kuusamo in Finnland. Bereits letztes Jahr konnte ich mich mit dieser Schanze gut anfreunden. Jedoch dieses Jahr: Im zweiten Trainingsdurchgang stürzte ich ziemlich schwer bei der Landung und prallte mit dem Kopf voll auf den harten Auslauf. Ich war für wenige Sekunden bewusstlos, kam danach aber wieder zu mir und wurde von den Sanitätern gut betreut. Glücklicherweise war nur bei meinem rechten Auge eine Schnittwunde von der Brille entstanden. Den dritten Trainingsdurchgang liess ich dann aus, um meinem Körper ein wenig Ruhe zu gönnen. Ich entschied mich dann in der Qualifikation wieder zu starten. Mit einem sicheren Sprung sicherte ich mir die Qualifikation für den Wettkampf vom Samstag. In der darauffolgenden Nacht schlief ich über 12 Stunden und mein Körper erholte sich gut vom Sturz. Ausser einem blauen Auge, schmerzenden Schultern, einer grossen Beule an der rechten Kopfseite und einigen Kratzer im Gesicht, fühlte ich mich bereit um wieder anzugreifen. Im Wettkampf am Abend konnte ich dann saubere Sprünge abliefern und sicherte mir einen Weltcuppunkt mit Rang 30. Am Sonntag fand dann noch der zweite Weltcup statt und meine Flüge waren wiederum auf gutem Niveau. Ich sammelte mit Rang 26. weitere Weltcup-Punkte.

Am Montag, 14.12.2020 ging es direkt von Finnland weiter nach Russland. In Nizhny Tagil standen zwei weitere Weltcups auf dem Programm. Auf perfekt präparierten Schanzen und frostigen Temperaturen um die -12° Grad konnten wir am Dienstag und Mittwoch freie Trainings auf den Schanzen absolvieren. Am Freitag überstand ich die Qualifikation mit Rang 41. Ich konnte noch nicht meine Top-Sprünge abrufen. Mir fehlte ein wenig das Gefühl in der Anlaufspur, welches mir sonst für einen kräftigen Absprung hilft. Der 05.12.2020 wird mir für sehr lange Zeit, sehr gut in Erinnerung bleiben. Mit einem Top-Sprung und einem Flug auf 125.5 Meter auf der HS134 Meter Schanze, erzielte ich den 18. Zwischenrang nach Durchgang eins. Im zweiten Durchgang sprang ich auf 122.5 Meter und konnte mich auf noch auf den 16. Rang verbessern. Mit dieser Rangierung war ich super happy! Beim Sonntagswettkampf erwischte ich sehr schlechte Windverhältnisse und musste bereits nach 104.5 Metern zur Landung ansetzen und verpasste den Finaldurchgang der Top 30.

Am darauffolgenden Tag ging es direkt weiter von Russland nach Slowenien. Bei wunderschönen, winterlichen Bedingungen kamen wir in Planica an. Eigentlich hätte ich zusammen mit Gregor Deschwanden meine erste Skiflug-WM bestreiten dürfen. Doch am Mittwoch wurde mein Trainer positiv auf Corona getestet. Einen weiteren PCR-Test zeigte dann negativ an. Ein dritter und entscheidender PCR-Test fiel wiederum positiv aus und das gesamte Schweizer-Team wurde von den slowenischen Gesundheitsbehörden von den Weltmeisterschaften ausgeschlossen. Wir konnten noch nach Hause reisen und sind nun zu 10 Tagen Quarantäne verdammt. Am Freitag, 18.12.2020 sind wir wieder frei und werden direkt nach Engelberg fahren und zur Qualifikation antreten. Die Wettkämpfe werden LIVE auf SRF2 zu sehen sein.

Sportliche Grüsse und bleibt gesund!

Dominik